Wiler Zeitung / Im Wandel der Perspektiven

Wiler Zeitung / Im Wandel der Perspektiven

Morgen wird in der Galerie Fafou die Ausstellung «eigentlich» eröffnet. Hans Guggenheim-Ami und Ernst Bühler-Brodbeck zeigen ihre Werke.

OBERUZWIL. Hans Guggenheim-Ami und Ernst Bühler-Brodbeck versuchten in vielen gemeinsamen Berufsjahren, die Bilder über die Welten in den eigenen und anderen Köpfen zu verstehen. In der Galerie Fafou zeigen sie Arbeiten mit eigenen Sichtweisen. Sie zeigen, dass alles auch anders sein könnte.

Seit Beginn der 70er-Jahre fotografiert Ernst Bühler-Brodbeck lange Zeit schwarzweiss. Später lernte er, die Farben in seine Bild-Ideen einzubeziehen. Bei der Bildgestaltung interessieren ihn Strukturen, Anspielungen, Verfremdungen, Gegensätze, Überraschungen – alles, was das Sehen interessant macht, was über die Abbildung hinausgeht und die Aufmerksamkeit auf die Wahrnehmung im Kopf lenkt.

Das Bild im Kopf des Betrachters
Zweierlei möchte er erreichen, was grosse Künstler so formuliert haben: «Nicht zeigen, sichtbar machen» (Paul Klee), und «Das Bild entsteht im Sucher» (Cartier-Bresson). Die Arbeit am Computer steht ausschliesslich im Dienst des Bildes, das mit dem Auslösen der Kamera als Wahrnehmung gespeichert ist und– wenn das Bild gelungen ist – neue Gedankenverbindungen öffnet. In der Ausstellung sind jüngere Aufnahmen aus den Jahren 2002 bis 2013 zu sehen. Aus einer langen Schaffensphase von 30 Jahren (1984 bis 2014) hingegen stammen die zehn ausgestellten Exponate von Hans Guggenheim-Ami.

Alltagsgegenstände umgedeutet
Die Verknüpfungen von sozial-lokalen, kulturellen und historischen Erfahrungen sind Gegenstand seiner Arbeiten. Die langjährige Auseinandersetzung in den Bereichen der taktil-kinästhetischen Wahrnehmungsformen findet darin ihren künstlerischen Ausdruck. Die Objekte bestehen aus zwei oder mehreren Alltagsfundstücken. Das Zusammenfügen von unterschiedlichen Materialien eröffne neue inhaltliche und formale Aussagen, die teils gewollt gestaltete, aber auch zeitweilig überraschende Bedeutungszusammenhänge zulassen würden, erklärt Guggenheim. Diese zeigen sich einerseits in poetisch verspielter Form, anderseits in sinnhaften Installationen.

Onlinebericht auf wilerzeitung.ch

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